Meine Tipps für einen Sommerurlaub in den Südtiroler Dolomiten: Wandern, genießen & entspannen im UNESCO Weltkulturerbe.

Sommerurlaub in den Südtiroler Dolomiten: Wanderparadies UNESCO Weltkulturerbe und alpin-mediterrane Hochburg für Tradition, Innovation & Genuss.

Südtirol ist für mich so vieles. Südtirol ist sanfte Weinberge und Dolomiten-Gipfel mit bizarren Felsformationen. Südtirol ist alpin und mediterran. Südtirol ist Tradition und Innovation. Südtirol ist Harmonie und Gegensätze. Südtirol ist Kultur und Natur. Südtirol ist Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Südtirol ist Genuss, Entspannung & Abenteuer. Und deshalb gehören Südtirol und die Dolomiten nach mittlerweile fünf Aufenthalten zu meinen liebsten Urlaubs-Destinationen. Vielmehr: In Südtirol und den Dolomiten haben wir unsere bisher abwechslungsreichsten, intensivsten & erholsamsten Aktivurlaube mit traumhaften Wanderungen verbracht. Denn durch die vielseitigen Eindrücke vergessen wir unseren oft stressigen Alltag extrem schnell, können gut abschalten und nur noch im Moment leben. Wir konzentrieren uns dann nur noch auf die Schritte bei unseren Wanderungen, freuen uns auf die nächste Hütte, genießen die hervorragende ladinische Küche & guten regionale Weisswein, saugen die intensiven Farben & Düfte der Landschaft auf, lernen faszinierende Menschen, eine besondere Kultur und die Geschichte kennen und lassen uns in den Hotels verwöhnen.

Damit auch ihr Euren Urlaub in den Südtiroler Dolomiten von A wie Apfelstrudel bis Z wie genießen könnt: Hier meine ganz persönlichen 10 Reisetipps & Highlights für einen erlebnisreichen Aktiv- & Genussurlaub!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Reiseplanung mit Hilfe des Tourismusverband Südtirol: Tipps, Tickets & Themen.

Ich bin ein spontaner Mensch auf gut organisierter & strukturierter Basis. Das soll heißen, dass ich zwar flexibel bin, aber sowohl in meinem Berufs- als auch in meinem Privatleben gerne vorbereitet bin und nicht nur einen Plan A, sondern immer auch einen Plan B und Plan C habe. Für den Urlaub heißt das, dass ich vor Ort die wertvolle Zeit genießen mag und nicht stundenlang recherchieren und überlegen möchte, was man in der Umgebung so alles machen könnte. Und weil ich mich nicht ärgern mag, dass ich am Vortag eine tolle Veranstaltung verpasst habe oder es für eine schöne Tour keine Tickets mehr gibt. Für unsere Südtirol-Urlaube checke ich daher immer die Reiseseite des Tourismusverbandes Südtirol und schaue mir alle Veranstaltungen und Freizeittipps in unserem Urlaubszeitraum an. Bei unseren letzten Reisen habe ich dadurch unvergessliche Dinge erlebt wie Paragleiten auf der Seiser Alm, ein Piano-Konzert im Schloss Prösels, ein Konzert von Christina Stürmer bei der Bergstation Ratschings uvm. Alternative: Wer vor seiner Reise keine Zeit für die Vorbereitung hatte, geht zwecks Wandertipps, Tickets & sonstiger Empfehlungen am besten zu den Informationsbüros des Tourismusverbandes, die es in vielen Orten gibt.

 

 

 

 

 

2. Die bizarren Felsformationen des UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten: Wanderungen auf einem 250 Millionen Jahre alten Korallenriff!

Wer in den Dolomiten ist, wandert auf einem 250 Millionen Jahre alten Korallenriff! Denn vor vielen Millionen Jahren war an der Stelle der Dolomiten eine weite Ebene, die sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem tropischen Meer mit Atollen und Vulkanen entwickelte. Im Trias-Zeitalter entstanden in diesem Meer hohe Korallenriffe, die von Organismen und durch Sedimente gebildet wurden. Durch die intensive vulkanische Tätigkeit lagerte sich auch immer wieder vulkanisches Material zwischen und über den Riffen ab. Die Sedimente am Meeresboden wurden mit der Zeit und unter hohem Druck zu Stein. Als die afrikanische Kontinentalplatte gegen die europäische drängte, wurden die Berge angehoben, große Gesteinspakete schoben sich übereinander und legten sich in Falten. So entstanden die Dolomiten! Ihr typisches Aussehen erhielten die Dolomiten anschließend durch den Verwitterungsprozess, da die verschiedenen Gesteinsschichten unterschiedlich schnell abgetragen wurden. Heute sind die Dolomiten durch ein abwechslungsreiches Landschaftsbild aus schroffen Felsen, steilen Schluchten, sanften Wiesen, idyllischen Almen & Schwaigen und einer einmaligen Flora und Fauna gekennzeichnet. Und daher sind die nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu benannten Dolomiten seit 10 Jahren Teil des UNESCO-Weltnaturerbes! Und auch mich hat der erste Anblick der monumentalen Dolomiten fasziniert und bis heute gefesselt. Wissenswert: Die Dolomiten sind ein 142.000 Hektar großer Gebirgszug der Alpen, welcher größtenteils aus Sedimentgestein und Kalkstein besteht, sie schließen fünf (!) verschiedene Naturparks ein und erstrecken sich neben den Provinzen Südtirol und Trentino auch über die Regionen Venezien und Friaul, unter anderem mit der Marmolada-Gruppe, den Ampezzaner, Belluneser und den Friulaner Dolomiten. Die beliebtesten Wanderungen in diesem Naturparadies sind übrigens die Drei Zinnen, der Naturpark Fanes-Sennes-Prags, die Marmolada, der Rosengarten und das Schlern-Massiv. Tipp: Zu meinen schönsten Dolomiten-Wanderungen und Tipps erstelle ich einen eigenen Blogpost, den ich demnächst veröffentliche!

 

 

 

 

3. Für Natur-, Geschichts- & Bergfans: Besuch eines der Messner Mountain Museen anlässlich 10 Jahre UNESCO Welterbe.

Am 26. Juni 2009 wurden neun Teilgebiete der Dolomiten in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen – die weltweit höchste Anerkennung für eine Naturstätte! Dieses 10jährige Jubiläum war für mich ein guter Anlass, sich ein wenig genauer mit der Geschichte der Dolomiten, der Historie des Bergsteigens und dem alpinen Tourismus auseinanderzusetzen. Und am besten gelingt das in einem der sechs Messner Mountain Museen. Jedes der Museen hat einerseits einen speziellen Schwerpunkt, andererseits liegen die architektonisch spannenden Museen an ungewöhnlichen Standorten. Das spacig anmutende MMM Corones beispielsweise liegt auf 2.000 m oder das MMM Juval in der mittelalterlichen Burg Juval auf einem Hügel am Eingang des Schnalstales. Wer sich in der Gegend rund um Bozen und der Seiser Alm aufhält, besucht am besten das Herzstück des Messner Mountain Museums: Das MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron bei Bozen. Das Museum thematisiert die Auseinandersetzung Mensch-Berg. In einer Art Parcours wird man über Wege, Treppen & Türme aus der Tiefe der Gebirge geführt und lernt und erfährt dabei Interessantes über die Entstehung und Ausbeutung der Berge, die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits und die Geschichte des Bergsteigens und des alpinen Tourismus. Eine absolute Empfehlung sowohl bei Schlecht- & als auch Schönwetter. Ein weiterer Tipp zum Thema „Geschichte der Dolomiten“: Auch der Geoparc Bletterbach ca. 15 km südlich von Bozen ist extrem lehrreich und vor allem eine beeindruckende und faszinierende Symbiose aus Canyon, Erlebnispark, Naturdenkmal und geologischem Lehrpfad.

 

 

 

 

 

4. Ausflug in die Landeshauptstadt Süditirols Bozen.

Ein Shopping- & Genusstag darf bei keinem Urlaub in den Dolomiten fehlen! Wer es dabei barock, schnuckelig & exklusiv mag, sollte nach Brixen fahren – die älteste Stadt Tirols. Wer Jugendstil, Sissi & den Flair eines idyllischen Kurortes mag, ist in Meran richtig aufgehoben. Und wer die pulsierende Landeshauptstadt Südtirols mit ihrem Mix aus der berühmten italienischen Dolce Vita und der bodenständigen Südtiroler Natürlichkeit genießen möchte, sollte nach Bozen. In der Altstadt unter den Lauben flanieren und regionale Produkte shoppen (zB Bio-Naturkosmetik von Trehs oder Mountain Running Schuhe von La Sportiva), in einer Vinothek Wein verkosten & kaufen (zB in der Vinothek Enovit oder in der Enoteca 1000 E UN Vino), auf dem Obstmarkt gustieren, den Dom besichtigen, einen oder zwei Aperitivo oder ein leckeres Glas regionalen Wein genießen (Tipp: die „Lisa Wineboutiqe“) und mit der Rittner Seilbahn (Talstation 10 min vom Stadtzentrum) rauf nach Oberbozen fahren und sich von der atemberaubenden Aussicht auf Rosengarten und Schlern, Bozen und Überetsch begeistern lassen. Meine Tipps fürs Abendessen: Pizzeria Trattoria Nussbaumer für eine gute Pizza oder die Löwengrube für ein romantisches Essen.

 

 

 

 

 

 

 

5. Idyllische Wanderungen auf Europas größter Hochalm Seiser Alm: Über 700 Wege für Spazierwanderer und anspruchsvolle Bergsteiger.

Ist die Seiser Alm nicht nur was für Familien und Spazierwanderungen? Nein! Die Seiser Alm ist zwar definitiv geeignet für leichte und kurze Wanderungen. Sie ist aber gleichzeitig auch ideale Ausgangsbasis für lange & anspruchsvolle Gipfeltouren und bietet 350 km Wanderwege über grüne Almweiden, vorbei an vielen Hütten, Schwaigen und eindrucksvollen Felswänden bis rauf zu unerreichbar scheinenden Gipfeln. Und ist die Seiser Alm im Hochsommer nicht völlig überlaufen? Nicht unbedingt! Klar, direkt bei der Bergstation am Compatsch ist viel los. Und es gibt sogar Busverbindungen quer durch die Seiser Alm! Aber sobald man einige Kilometer hinter sich gelegt hat, sich die „richtigen“ Wege aussucht und früh startet oder lange unterwegs ist, wird’s richtig idyllisch. Die Wanderer werden immer weniger, stattdessen sieht man Pferde, Kühe, Ziegen & Murmeltiere. Andererseits ist die Seiser Alm mit 52 km² so groß wie 8.000 Fußballfelder und da gibt es viele schöne, ruhige & versteckte Plätze 🙂 …! Und obwohl wir normalerweise lange & anspruchsvolle Bergtouren bevorzugen, meine absolute Empfehlung: Eine Rundwanderung auf der Seiser Alm (Compatsch-Mahlknechthütte-Plattkofelhütte-Zallinger-Saltria-Compatsch) machen, wie wir es getan haben. Warum? Wir wollten ein Gefühl für Größe und Distanzen erleben bzw. „ergehen“. Wir wollten einen Überblick erhalten, wie die unterschiedlichen Dolomiten-Wanderregionen zusammen hängen und ob bzw. wie sie kombiniert werden können. Denn in den letzten Jahren haben wir immer isolierte Tagestouren in den unterschiedlichen Wanderregionen unternommen und sind dabei rings um die Dolomiten gefahren. Na ja, um einen kleinen Teil zumindest 🙂 … An einem Tag beispielsweise unternahmen wir eine Latemar-Rundwanderung ausgehend von Obereggen (Eggental), am nächsten Tag eine Rundwanderung auf den Schlern & die Rosszähne ausgehend von der Seiser Umlaufbahn bzw. dem Compatsch und am dritten Tag eine Tour durch den Rosengarten ausgehend vom Karersee (Welschnofen). Und durch die heurige Rundwanderung auf der Seiser Alm haben wir das erste Mal begriffen, dass viele der Wanderregionen und unsere bisherigen Wanderungen sehr einfach und zeitsparend (!) miteinander kombiniert werden können. Voraussetzungen: 1. Entsprechende Kondition, Zeit & Bergerfahrung. 2. Wenn man keine Rundwanderungen machen, sondern längere Touren „quer durch die Dolomiten“ machen möchte, nützt man am besten die „Mobilcard“, die gekauft oder für Hotelgäste kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Denn mit der Mobilcard kann man die öffentlichen Verkehrsmittel des Südtiroler Verkehrsbundes nützen und zum Beispiel mit dem Bus zum Sellajoch im Grödnertal fahren, dort mit einer Wanderung am Plattkofel/Langkofel beginnen, dann weiter vorbei an der Plattkofelhütte in Richtung Seiser Alm wandern, zum Tierser Alpl rauf und durch das Bärenloch ins Tschamintal und von dort weiter/retour mit dem Bus. Diese anspruchsvolle Tour möchten wir demnächst machen – vielleicht als Vorbereitung für einen Berglauf wie den Sky Marathon 😉 …

Anmerkungen für die Bergfexe unter Euch: 1. Ein detaillierter Wanderbericht mit meinen Lieblingsrouten folgt noch. 2. Der Rosengarten ist ein ca. 8 km langes Bergmassiv in den Südtiroler und Trentiner Dolomiten, das ca. 20 km östlich von Bozen liegt und mit dem Landschaftsschutzgebiet Seiser Alm die größte Hochalm Europas bildet und vom Schlernmassiv im Norden bis zum Karerpass im Süden reicht. Wer nach abgeschiedenen Winkeln und ruhigen Routen sucht, wird dort fündig!

 

 

 

 

 

 

 

6. Genuss rund um die Seiser Alm: Südtiroler Spezialitäten von A wie Apfelstrudel bis Z wie Zirbenschnaps.

Was wäre ein Urlaub ohne Schlemmen und Genießen? Für uns jedenfalls nicht vorstellbar! Schließlich brauchen wir für unsere Unternehmungen und Wanderungen genügend Energie 🙂 .. Daher hier meine Genusstips rund um die Seiser Alm:

  • Der Pflegerhof in St. Oswald (Gemeinde Kastelruth) am Fuße des Schlern ist Südtirols erster und vielfältigster Kräuterhof, wird von der Familie Mulser geführt, seit 1982 biologisch bewirtschaftet und stellt Kräuter, Tee & Gewürze her. Dieses kleine Paradies der Farben, Aromen und Düfte kann in den Sommermonaten bei regelmäßigen Hofführungen besichtigt werden.
  • Die ebenfalls in Kastelruth ansässige Käserei „Hof zu Fall“ produziert ausschließlich Käse aus hochwertiger Milch des eigenen Südtiroler Grauvieh – eine traditionelle Kuhrasse. Wer mag, kann dort nicht nur cremigen Weichkäse oder würzigen Bergkäse im Hofladen verkosten und kaufen, sondern in einer der Ferienwohnungen direkt am Bauernhof übernachten.
  • Sonnenaufgangsfrühstück oder Brunch mit Panoramablick auf der Terrasse oder in der Bauernstube der modern-rustikalen Tschötsch Alm auf der Seiser Alm. Ein optisches & kulinarisches Urlaubs-Highlight!
  • Die urig-edle Almwirtschaft Gostner Schwaige auf der Seiser Alm ist vor allem für ihre ausgezeichnete Gourmet-Küche bekannt, die der Gault-Millau-Haubenkoch Franz Musler auf den Tisch zaubert. Weiteres Highlight: Zur Schwaige auf 1.930 m gehört eine eigene Käserei. Die Marende (eine Brotzeit mit Speck, Käse & Eingelegtem) schmeckt daher besonders gut.
  • Einkehren oder Übernachten im Zallinger im Herzen der Seiser auf 2.054 m. Durch den Umbau vor ein paar Jahren ist der traditionsreiche Zallinger weit mehr als ein Berghaus geworden: Er ist zu einem urig-stylischen, kleinen Bergdorf mit Design-Chalets, Restaurant & Panoramaterrasse geworden.
  • Die saisonalen kulinarischen Highlights nützen! Zum Beispiel das Völser Kuchlkastl von 1. bis 31.10.2019 mit bodenständer & regionaler Küche, das traditionelle Törggelen im Herbst (ab Mitte Oktober) mit vielen Veranstaltungen oder die einzigartige Berglertafel unterm Rosengarten im Winter oder Sommer. Bei diesem spektakulären Genussevent an einer über 100 Meter langen Tafel mitten auf einer Almwiese bei St. Zyprian genießt man nicht nur ein regionales 5-Gänge-Menü. Mann kann währenddessen auch das bekannte Alpenglühen („Enrosadira“) beobachten, das den Rosengarten bei Sonnenuntergang in glutrot-goldenes Licht taucht. Anmerkung: Die Berglertafel ist Monate im Voraus ausgebucht und kann leider nur von Gästen besucht werden, die mind. 4 x in Tiers nächtigen! Da das heuer bei uns nicht geklappt hat, werde ich wohl auch nächstes Jahr wieder den Sommerurlaub in Südtirol verbringen und rechtzeitig alles buchen 🙂 …

 

 

 

 

 

7. Wein- & Ginverkostung am Fuße des Schlern: Die besten Weißweine Italiens und ein einzigartiger Gin.

Wusstet ihr, dass Südtirol die nördlichsten Weinberge und die besten Weißweine Italiens besitzt? Wir jedenfalls sind den Südtiroler Weinen absolut verfallen und verkosten und trinken ausschließlich regionale Weine & Spirituosen bei unseren Südtirol-Reisen. Hier unsere Lieblingswinzer und Destillerien rund um die Seiser Alm bzw. in den Dolomiten:

  • Gump Hof in Völs von Markus Prackwieser in Völs am Schlern. Das Weingut gibt es bereits seit 200 Jahren und gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Die Besonderheit der Weine spiegelt die Besonderheit des Anbaugebietes wieder: Die Besonderheit ist einerseits die speziellen Lage in den steilen Hängen am Fuße des Schlernmassiv. 2. Die zweite Besonderheit sind die sich abwechselnden Winde. Tagsüber klimatisch mediterran bläst die Ora vom Gardasee und nachts kühlen die Fallwinde von den Dolomiten die Reben, was dann besonders vielschichtige Weine mit knackiger Frische ergibt. Unser Highlight: Der sehr untypische, kräftige (14,5 %), saftige Gewürztraminer Praesulis mit einem herb-würzigen, floralen und erdigen Duft nach angetrockneten Zitrusfrüchten, Litschi und gelben Blüten. Verkostungen sind individuell möglich.
  • Weingut Bessererhof in Völs am Schlern. Unser Lieblingswein ist der sehr untypische, kräftige (14,5 %), saftige Gewürztraminer Praesulis mit einem herb-würzigen, floralen und erdigen Duft nach angetrockneten Zitrusfrüchten, Litschi und gelben Blüten.
  • Brennerei „Zu Plun“ in Kastelruth. Die Brennerei befindet sich in einem alten, um das Jahr 1400 erbauten Bauernhof mit Blick auf den Schlern und produziert Grappe, Brände, Rum & Gin aus regionalen Zutaten! Der Gin von Zu Plun wird ausschließlich aus Zutaten destilliert, die ihren Ursprung in den Dolomiten haben. Bei der Gin-Herstellung verwendet Florian Rabanser nicht nur typische „Gin-Kräuter“, sondern ersetzt oder ergänzt sie mit Wildpflanzen und Kräutern, die in dieser einzigartigen Gebirgsregion wachsen.
  • Weingut Grottnerhof vom Romantikhotel Turm in Völs am Schlern. Der Grottnerhof stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde von Stephan Pramstrahler des absolut empfehlenswerten und einzigartigen Romantikhotel Turm 2007 zu neuem Leben erweckt. Inzwischen werden 4 hervorragende Weine sowie Grappas in Zusammenarbeit mit dem Gump Hof produziert.
  • Weingut Pfitscher aus Montan. Ca. 15 km von Bozen entfernt produziert die Familie Pfitscher seit 7 Generationen unverfälschte & kräftige Weine. Das Weingut & der Verkostungsraum sollten unbedingt besichtigt werden – ein Architektur-Highlight. Unser Lieblingswein: Der Sauvignon Blanc Saxum 2016.

 

 

 

8. Wasserfälle rund um Bozen: Die Naturschauspiele Barbianer Wasserfälle, Vilpianer Wasserfälle und Partschinser Wasserfall.

In der Gegend rund um Bozen gibt es einige spektakuläre Wasserfälle, die mit schönen Wanderungen verbunden werden können! Hier meine zwei Tipps für Ausflüge zu Wasserfällen: 1. Die Barbianer Wasserfälle im Eisacktal stürzen in insgesamt 8 Kaskaden eine Steilstufe von insgesamt 200 Höhenmetern hinab. Besonders spektakulär sind der unterste und oberste Barbianer Wasserfall mit einer Fallhöhe von 85 bzw. 45 Metern. Daher unbedingt die größere der beiden beschilderten Rundwanderungen wählen (ca. 3 h), die von der bekannten schiefen Kirche im Barbianer Dorfzentrum vorbei an beiden Wasserfällen, durch Wälder, über Stufen & idyllische Almwiesen bis zum Kurort Dreikirchen (Kapelle mit drei Türmen) und zurück nach Barbian führt. 2. Den gigantisch anmutenden und 82 m hohen Vilpianer Wasserfall erreicht man vom Dorf Vilpian (zwischen Meran und Bozen) nach einem kurzen Spazierwanderung (1 km pro Richtung). 3. Der Partschinser Wasserfall ist von Bozen bzw. den Dolomiten zwar etwas weiter entfernt (ca. 38 km bzw. 35 min Autofahrt) – aber die Fahrt dorthin zahlt sich auf jeden Fall aus! Denn mit einer Fallhöhe von 97 Metern gilt der Partschinser Wasserfall als einer der schönsten im gesamten Alpenraum. Besonders eindrucksvoll ist der Wasserfall an sonnigen Tagen während der Schneeschmelze im Frühsommer, wenn bis zu 10.000 Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe donnern und zwischen zehn und zwölf Uhr der feine Sprühnebel in allen Regenbogenfarben glitzert.

 

 

 

 

 

9. Hütten-Übernachtung auf der Seiser Alm und Sonnenaufgangswanderung: 360 Grad Dolomitenblick vom Puflatsch.

Ein unvergessliches Erlebnis, das ich jedem empfehlen möchte: Auf einer idyllischen Hütte auf der Seiser Alm übernachten, bei ladinischem Essen den Sonnenuntergang in völliger Abgeschiedenheit genießen und eine Sonnenuntergangs- & Sonnenaufgangswanderung unternehmen. Warum gerade auf der Seiser Alm? Weil man von dort einen einzigartigen Panoramablick in die Dolomiten hat und das Landschaftsschutzgebiet Seiser Alm eine verkehrsberuhigte Zone ist. Das heißt: Autos dürfen nur zwischen 9.00 und 17.00 Uhr mit Sondergenehmigung fahren. Außerdem sind die wirklich schönen & idyllischen Hütten ohnehin am besten zu Fuß erreichbar. Wir haben übrigens in der kleinen, urigen Dibaita Puflatschhütte übernachtet, die vom Compatsch (Bergstation Umlaufbahn Seiser Alm) aus in einer ca. 20minütigen Wanderung erreichbar ist. Warum gerade diese Hütte? 1. Sie liegt am Puflatsch-Hang auf 1.974 m und hat daher besonders lange Sonne. Perfekt, um nach einer langen Wanderung auf der Terrasse die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und eine kleine Sonnenuntergangswanderung zu unternehmen. Anmerkung: Die Dolomiten sind berühmt für die Enrosadira (“Bergglühen”) – ein wunderschönen Naturschauspiel, bei dem bei Sonnenuntergang die Berge leuchtend orange-rot wie riesige Fackeln am Horizont erstrahlen. 2. Die Hütte ist ideal gelegen für eine Sonnenaufgangswanderung, da man in ca. 20 Minuten beim Aussichtspunkt „Engelsrast“ (neben der Bergstation Puflatsch) ist, von der aus meinen einen spektakulären 360 Grad Rundblick und einen unvergesslichen Sonnenaufgang erleben kann. 3. Die Hütte ist für ihre Gastgeber und die Kulinarik bekannt: Denn der Gastgeber avancierte vom Haubenkoch zum Aussteiger & Hüttenwirt und kocht in seiner Hütte einfache, authentische und unglaublich gute Gerichte nur mit Kräutern aus dem eigenen Garten und hochwertigen, regionalen Zutaten. Meine Highlights: Knödel-Trio zum Abendessen, der Buchweizenkuchen und eine beeindruckende Weinkarte 🙂 … 4. Die Hütte verfügt über kleine Doppelzimmer mit bezogenen Betten. Denn bei aller Liebe zu Natur und Bodenständigkeit – große Bettenlager mit Schlafsack sind nicht so meins. Mein Extra-Tipp: Hüttenübernachtungen immer rechtzeitig reservieren, da diese immer beliebter werden. Sollte die Dibaita Puflatschhütte voll sein, empfehle ich alternativ das Schlernhaus oder Tierser Alpl. Denn auch von dort kann man tolle Sonnenaufgangswanderungen unternehmen und die Enrosadira gut beobachten.

 

 

 

 

 

 

10. Meine Hoteltipps für die Seiser Alm: Romantikhotel Turm, Presulis Lodges und Schgaguler in den Dolomiten.

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Denn herausragende Hotels mit wegweisender Architektur gibt es viele in Südtirol und den Dolomiten. Um Euch die Auswahl ein wenig zu erleichtern, hier meine Tipps für einen Dolomiten-Urlaub rund um die Seiser Alm:

Diejenigen, die auf der Suche nach Standard sind und die Anonymität von internationalen Hotelketten schätzen, sollten nicht das 5 Sterne Romantikhotel Turm in Völs am Schlern besuchen. Diejenigen hingegen, die auf der Suche nach einem Gesamtkunstwerk, nach einem ganz besonderen Urlaub sind und sich von der Kreativität, der Kunst und dem Genuss (in jeglicher Hinsicht) eines einzigartigen Hotels begeistern lassen wollen, sollten die Familie Pramstrahler besuchen! Denn das Romantikhotel Turm ist ein ganz besonderer Ort aus dem 13. Jahrhundert mit fünf denkmalgeschützten Türmen, verwinkelten Ecken, Rosengärten, einer echten Felsenkletterwand, einem Wolfsbrunnen, unzähligen Kunst- & Designstücken, eigenem Weingut, einem romantischen Weinkeller, einem rabenschwarzen Pool, individuellen Zimmern & Suiten und faszinierenden Gastgebern. Ein Hotel, das Individualisten, Kunstliebhaber, Designfans, Romantiker, Gourmets, Wellnessfreunde, Dolomitenfans & Sportler gleichermaßen anspricht. (Meinen Erfahrungsbericht zum Romantikhotel Turm in Völs am Schlern gibt es hier.)

 

 

Ein eigenes, großzügiges Chalet am Fuße des Schlern mit Blick in die Berge und auf Schloss Prösels? Dabei aber die Vorzüge und Service-Leistungen eines charmanten, familiengeführten Hotels genießen? Frühstücksbuffet mit regionalen Zutaten und Selbstgebackenem, Abendessen mit Weinbegleitung, Sauna mit Panoramablick? In völliger Ruhelage, aber dennoch zentral gelegen? Gibt es nicht? Oh ja! Die Presulis Lodges in Prösels bieten genau diesen tollen Mix an und schaffen den Spagat zwischen schlichtem Luxus & authentischem Charme! Die Presulis Lodges möchte ich allen empfehlen, die auf der Suche nach einer einfachen, aber dennoch luxuriösen Unterkunft mit viel Individualität und Charme sind und das Kleine, Individuelle und persönliches Engagement schätzen. (Meinen Erfahrungsbericht zu den Presulis Lodges in Prösels am Fuße der Dolomiten gibt es hier.)

 

 

Liebhaber von minimalistischen Boutiquehotels, historischen Ortskernen & einem spektakulärem Blick in die Dolomiten sind im Hotel Schgaguler in Kastelruth richtig aufgehoben. Denn 2018 wurde das historisch gewachsene und mehrfach umgebaute Hotel in rustikalem Stil in ein modernes Designhotel mit einem zeitlosen, minimalistischen und dennoch alpinen Stil mit viel Holz, Stein & Glas verwandelt. Durch die minimalistische Architektur und cleane Fassade ganz in Weiß und & Glas hebt sich das Hotel schon von weitem sehr auffällig von Kastelruth mit seinem mittelalterlichen Dorfbild ab. Und dennoch fügt es sich harmonisch in den historischen Ortskern  und steht nicht im Widerspruch, sondern im gelungenen Dialog mit den vielen stattlichen Herrenhäusern, charmanten Gassen und dem Schlossberg Kofl. Highlights des Hotels: Das Design, die Lage, der spektakuläre Blick auf den Schlern, das herrliche Sonnendeck, die Gable-Suiten unter dem Dach, die charmante Gastgeberfamilie und das Restaurant mit hervorragender, regionaler Weinauswahl. (Meinen Erfahrungsbericht zum Boutiquehotel Schgaguler in Kastelruth gibt’s hier.)

 

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Südtirol!
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